Eigenschaften und Anwendung
Synthetische Kraftstoffe werden auch Designerkraftstoffe genannt. Sie können so produziert werden, dass sie direkt und rein in herkömmlichen Diesel- und Ottomotoren verbrannt werden. Damit wird einerseits der Wirkungsgrad der Motoren erhöht. Andererseits wird der Schadstoffausstoss der Autos verringert, da der BtL-Kraftstoff frei von Schwefel und Aromaten ist. Durch die Steuerung des Synthese-Prozesses kann gezielt ein stickoxid- und russarmer Treibstoff hergestellt werden.

BTL-Treibstoffe werden bisher nicht kommerziell hergestellt. In Deutschland ist die Entwicklung inzwischen weit fortgeschritten. Im sächsischen Freiberg wird derzeit die weltweit erste kommerzielle Produktionsanlage für synthetischen Biokraftstoff (BTL), die sogenannte Beta-Anlage der CHOREN Industries GmbH, in Betrieb genommen, mit der bis zu 18 Mio. Liter BTL pro Jahr erzeugt werden sollen.

CHOREN stellt dabei aus Holz (Sägenebenprodukte, Waldholz, Agrarholz, Recyclingholz) und Agrarbiomasse im weltweit patentierte Carbo-V®-Verfahren ein hochreines Synthesegas her, welches für die Herstellung von Methanol, Methan, Wasserstoff, Ammoniak sowie zur Produktion von synthetischem Biokraftstoff genutzt werden kann.

Wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich, kann mit dem BtL-Verfahren weit mehr Energie pro Hektar Anbaufläche gewonnen werden als dies mit Bioethanol oder Biodiesel möglich wäre. Einzig die Biomethanproduktion ist noch effizienter.