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Biosprit - Hunger, Mehrverbrauch statt Effizienz?

In Sevilla ist die internationale Konferenz - World Biofuels 2010 - zu Ende gegangenen. Gemäss Ausbauplänen und Wachstumshoffnungen der Agrartreibstoff-Produzenten, sollen 480 Millionen Hektar Land bis 2045 für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden.

Die Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) kritisiert, die massiven Ausbaupläne würden zur weltweiten Vertreibung von Landbevölkerung führen und die Hungersnot weiter verschärfen. Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) macht die Biotreibstoffproduktion mitverantwortlich für Preiserhöhungen von Nahrungsmitteln und die steigende Anzahl der Hungernden.

Auf politischer Seite argumentiert EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs, er könne keinen Zusammenhang zwischen der Biotreibstoffpolitik der EU und der Zahl der Hungernden weltweit erkennen. Kritik kommt aber auch aus der EU-Politik selbst. Eine Analyse vom März 2010 zum CO2-Ausstoß von Biotreibstoffen kam zu dem Schluss, eine Anhebung der Biospritquote auf mehr als 5 Prozent schade der Umwelt mehr, als dass sie ihr nütze. Grund dafür seien, die für den Energiepflanzenanbau durchgeführten Waldrodungen.

Quelle: e-news / heise online, 29. Mai 2010



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