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août 2009
Deza rät zu Zurückhaltung
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza rät in einer Stellungnahme ihren Partnerländern zur Zurückhaltung von staatlichen Subventionen für Agrotreibstoffen. Damit bietet die Deza Nationalrat Rudolf Rechsteiner Rückendeckung. Rechsteiner fordert ein auf fünf Jahre befristetes Moratorium für die Einfuhr von Agrotreibstoffen und Rohstoffen, mit denen z.B. Biodiesel produziert werden kann.
Vor dem Entscheid der kleinen Kammer will das Hilfswerk Swissaid eine Studie über den Jatropha-Anbau in Moçambique veröffentlichen, mit der Kernaussage, der Anbau von Jatropha könnte dem Land mehr schaden als nützen.
Das Resultat der Studie tangiert ein Projekt der Green Bio Fuel Switzerland AG im aargauischen Bad Zurzach. Hier soll eine Produktionsanlage in naher Zukunft Jatropha aus Moçambique zu Biodiesel verarbeiten. Green Bio Fuel verweist auf eine positive Ökobilanz des Jatropha-Anbau in Moçambique, würde aber, falls von Moçambique gewünscht, das Jatropha aus einem anderen Land importieren.
Quelle: Sonntags-Zeitung, 16. August 2009
Treibstoff als Algen – mehr als ein Hype
Algen gelten als aussichtsreiche Kandidaten für die Herstellung von Biotreibstoffen. Grossinvestitionen sollen den Übergang vom Labor in die industrielle Produktion beschleunigen.
Algen produzieren in ihren Zellen Lipide, die Erdölprodukten von ihrer molekularen Struktur her gleichen. Sie gedeihen auch in schmutzigem oder salzigem Wasser und können in Behältern auf Brachland angebaut werden. Für ihr rasches Wachstum brauchen sie neben Wasser bloss Sonnenlicht, mineralische Nährstoffe und viel CO2.
Algen sind demnach ein Weg, das unliebsame Treibhausgas zumindest vorübergehend aus der Atmosphäre fernzuhalten – so lange, bis der Biosprit verbrannt wird.
Im Vergleich zu traditionellen Treibstoffpflanzen wie Soja, Sonnenblumen oder Palmen, sei die Ausbeute von Algen nur wenig höher. Zu dieser Erkenntnis waren die Forscher des National Renewable Energy Laboratory in Colorado vor mehr als zehn Jahren gekommen. Die Verantwortlichen stuften zudem die Technologien als zu teuer ein.
Mit dem steigenden Ölpreis ist in letzter Zeit aber das Interesse von Universitäten und Firmen an den Algen wiedererwacht. Zahlreiche Länder in Amerika, Europa und Asien investieren neuerdings beträchtliche Summen in dieses Forschungsgebiet.
Quelle: NZZ, 5. August 2009
Konferenz "Next Generation Biofuels Market"
Dreitägige Konferenz betr. der Anwendung neuer Rohstoffe, Marktpotenziale, Fortschritte in Umwandlungstechnologien und Martkeinführung der zweiten Generation Biofuels - dies sind die grossen Themen der fünften Green Power Fachtagung in Amsterdam. Es erwarten Sie drei informationsreiche Tage mit Networking, Diskussionen und Analysen mit über 45 führenden Experten aus der Branche.
Ort / Datum:
Amsterdam, Niederlande
28. – 30. September 2009
Veranstalter:
Green Power Conferences, Anmeldung und Programm
Zielpublikum:
Interessierte, Fachexperten
Jahrestagung und GV des Verbands e'mobile
Neuste Trends bei den Elektrofahrzeugen und deren Chancen in Fahrzeugflotten, motorische Optimierungen bei den Erdgas/Biogasfahrzeugen und die Versorgung von Bioethanol unter Einhaltung ökologischer und sozialer Richtlinien sind Themen der Jahrestagung vom Verband e’mobile am 26. August 2009 im Verkehrshaus in Luzern. Eine Führung durch die neue Halle Strassenverkehr rundet das Programm ab.
Die Teilnahme an der Jahrestagung ist für Mitglieder von e’mobile gratis, für Nichtmitglieder wird eine Teilnahmegebühr von CHF 100.– erhoben.
Ort / Datum:
Verkehrshaus Luzern
Mittwoch, 26. August 09
Veranstalter:
e'mobile, 3001 Bern, info@e-mobile.ch
Zielpublikum:
Interessierte
Anmeldung / Programm:
Anmeldung mit Anmeldeformular bis spätestens 18. August 2009
Programm
Kampagne für "Nachhaltige Bio-Treibstoffe"
Mit einer Informations- und Sensibilisierungskampagne lanciert die internationale "Jatropha Sustainable Biofuels Alliance" eine Kampagne mit dem Ziel, in Politik und Öffentlichkeit ein Bewusstsein zu schaffen, dass es nachhaltige Bio-Treibstoffe gibt, welche sämtliche Regeln der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Im Moment werden in öffentlichen Diskussionen alle Bio-Treibstoffe in einen Topf geworfen. Die Jatropha-Pflanze ist ein Paradebeispiel für einen «nachhaltigen» Bio-Treibstoff: die Öko-Bilanz ist sehr gut, die Pflanze „raubt“ kein Ackerland, welches man sonst für das Anpflanzen von Nahrungsmitteln nutzen könnte und in den Anbaugebieten werden sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen. Ausschlaggebend für die Kampagne ist eine parlamentarische Initiative von Rudolf Rechsteiner, welche ein fünfjähriges Moratorium für die Einfuhr von Biotreibstoffen anstrebt und damit, so Gregor von Drabich-Waechter, Mitbegründer der Jatropha Alliance, wichtige Wirtschafts-. und Innovastionsfelder für die Zukunft behindern würde.
Quelle: Medienmitteilung Jatropha, 28. Juli 2009