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décembre 2009
Niedersachsen: Biogasanlagen haben grossen Einfluss auf die Fruchtfolge
Die Zunahme des Maisanbaus in Folge der Novellierung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) im Jahr 2004 hat die Fruchtfolge verändert. Es ist auch zu beobachten, dass die Ackerfläche zunimmt, während der Rindviehbestand und in der Folge die Grünflächen deutlich abgenommen haben. Gleichzeitig ist der Getreideanbau in Niedersachsen zurückgegangen, während Raps deutlich zugelegt hat. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Fruchtfolge um den Flächenbedarf für Bioenergie verändert hat.
Insbesondere geht die eingetretene Veränderung auf eine deutliche Zunahme des Maisanbaus zur Versorgung von Biogasanlagen zurück. Entsprechend der Dichte an Biogasanlagen hat der Maisanbau mehr oder weniger zugenommen. In einigen Regionen schon soviel, dass er bereits den Anbau von Getreide überwiegt. Landesweit betrachtet macht die zur Versorgung der Biogasanlagen genutzte Silomaisfläche aber noch nicht mehr als 8 Prozent der Ackerfläche aus.
Quelle: EUWID 09.12.2009
Biokraftstoffe: Studie gibt keinen Hinweis auf erhöhte Mutagenität
Die Untersuchung war 2007 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Österreich in Auftrag gegeben worden, um die kontroverse Diskussion um das Mutagenitätsrisiko von Biokraftstoff-Emissionen zu untersuchen. Finanziert wurde die Studie von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), für die Durchführung des Projekts waren die TU Graz, TU Wien, TU München und das 'Biomass Logistics Technology Francisco Josephinum' in Österreich verantwortlich. Getestet wurde mit verschiedenen Kraftstoffen, vom fossilen Referenz-Diesel- und Ottokraftstoff bis hin zu Biodiesel, Rapsöl-Krafstoff und Ethanol sowohl in Reinform als auch in diversen Mischverhältnissen.
Die Resultate zeigten keinen deutlichen Unterschied zwischen den Bio- und den Referenzkraftstoffen, zudem fielen sie je nach Kombination aus Motortyp, Kraftstoff und Messzyklus uneinheitlich aus. Die Werte lagen für alle Kraftstoffproben insgesamt nahe der Nachweisgrenze und deuteten sowohl für die Bio- als auch für die fossilen Referenzkraftstoffe auf keine bis eine geringe Mutagenität hin.
Quelle: EUWID 09.12.2009
Schnelltest für Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen
Biotreibstoffe gelten als mögliche Alternativen zu fossilen Treibstoffen, aber nicht alle sind wirklich nachhaltig, wie eine Empa-Studie vor rund zwei Jahren zeigte. Die durch Anbau, Produktion und Verbrauch anfallenden Umweltbelastungen zu beurteilen ist eine komplexe Aufgabe. Damit auch kleinere Produzenten aus Entwicklungsländern Biotreibstoffe auf dem Weltmarkt anbieten können, sind erschwingliche Instrumente zur Berechnung der Umweltbelastungen nötig. Der "Sustainability Quick Check for Biofuels" – initiiert vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und entwickelt von der EMPA – ist weltweit das erste Webtool für diese Beurteilung – und erst noch kostenlos.
Quelle: Empa