Förderung in den USA und Brasilien
In den USA wurde im Energy Policy Act 2005 das Ziel gesetzt, bis 2012 dem herkömmlichen Treibstoff 28 Milliarden Liter biogene Treibstoffe pro Jahr beizumischen. In einem neueren Erlass wird das Ziel vorgegeben, die Produktion von biogenen Treibstoffen bis zum Jahr 2022 auf 136 Milliarden Liter zu erhöhen. Davon sollen 79 Milliarden Liter biogene Treibstoffe der 2. Generation sein (vgl. Energy Independence and Security Act of 2007). Mit diesen Produktionsmengen würde der Anteil von biogenen Treibstoffen am gesamten Treibstoffverbrauch bis 2022 auf rund 20 Prozent erhöht werden.
Pro Gallone (entspricht 3.79 l) beigemischten Bioethanols wird den Raffinerien und Kraftstoffverteilern ein Betrag von 45 Cents ausbezahlt. Diese auslaufende Regelung wurde im Dezember 2010 um ein weiteres Jahr bis Ende 2011 verlängert. Die Steuervergünstigung von 1$ per Gallone auf Biodiesel wurde ebenfalls bis Ende 2011 verlängert. Zusammengenommen werden die Subventionskosten für 2011 rund 7 Milliarden Dollar betragen. In verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten gelten zudem eigene Beimischungsquoten, Produktionsanreize oder Umsatzsteuerermässigungen.
In Brasilien wird mit dem ProAlcool-Programm bereits seit 30 Jahren die Beimischung von Bioethanol zu Benzin vorgeschrieben. Die Beimischungsquote liegt bei 20 bis 25 Prozent. Tankstellen in Brasilien sind verpflichtet, sowohl mit 25 Prozent Ethanol vermischtes Benzin (E25) als auch reines Ethanol (E100) anzubieten. Die Beimischungspflicht wurde begleitet von Subventionen für die Produktion oder von steuerlichen Erleichterungen für Flex-fuel Fahrzeuge oder solche, die mit reinem Ethanol betrieben werden.
Quelle: REN21 (2008)