Nahrungsmittel
Eine direkte Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion besteht vor allem bei biogenen Treibstoffen, die aus Agrarrohstoffen wie Mais oder Getreide hergestellt werden. Eine indirekte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion entsteht, wenn auf den vorhandenen Landwirtschaftsflächen Energiepflanzen (Palmöl, Zuckerrohr, etc.) anstelle von Nahrungsmitteln angebaut werden.
Wenn die Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln knapper werden, kann dies zu Preissteigerungen oder regional sogar zu Risiken für die Sicherung einer hinreichenden Ernährungsgrundlage führen.
Eine Möglichkeit zur Entschärfung der Konkurrenzsituation sind weitere technologische Fortschritte. Durch höhere Flächenerträge kann die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion verringert werden. Ein Beispiel sind die Agrotreibstoffe der 2. Generation aus Rohstoffen, welche kaum in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion stehen.
Die Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen könnte das landwirtschaftliche Einkommen erhöhen. Insbesondere in armen Ländern ist darauf zu achten, dass Kleinbauern auch am Fortschritt teilhaben können.
Ein weiteres Beispiel mit verminderter Flächenkonkurrenz ist die Brechnuss (
Jatropha curcas), eine Pflanze welche auch auf degradierten Böden und in trockenen Regionen wächst. In Indien plant die britische Firma
D1 Oils Plc Jatropha entlang der Bahnlinien zu züchten. In den Philippinen ist der Anbau auf vom Bergbau belasteten Böden vorgesehen, in Ägypten sind Projekte auf Abwasser belasteten Böden vorgesehen.